© Jim Rakete

Pressebilder

 

Porträts von Ingo Schulze (© Jim Rakete) zum Download:

 

Download Portrait frontal (*. JPG - ca. 4,5Mb, 25x25cm bei 300dpi)

 

 

Portrait Avus (*.JPG - ca. 5Mb, 30x20 cm bei 300dpi)

 


Die Zeit, 22. März 2007

»Mit seinem Erzählungsband Handy ist der listenreiche Erzähler Ingo Schulze wieder auf dem Höhepunkt seines Könnens. ... Es sind einige der schönsten Liebesgeschichten darunter, die man sich heutzutage denken kann, erzählt mit intelligenter, verkappter Sentimentalität.«



Freitag, 23. März 2007

»Schulze treibt ein listiges Spiel mit seinen Motiven, Themen und Figuren. Er probiert Erzählsituationen aus, variiert bekannte Sujets, hält das schriftstellerische Handwerk nicht verborgen, stellt es aber auch nicht so offensiv heraus, dass der Gestus des Experimentellen aufdringlich würde. Understatement ist unverkennbar. Der Autor hat den Gestus eines Dreisternekochs, der ein Filet Wellington serviert, als habe er nur eine Pizza abzuliefern - und der weiß, dass er sich diesen Luxus der Bescheidenheit leisten darf, weil die Sterne draußen gut sichtbar angeschlagen sind.«



Frankfurter Rundschau, 21. März 2007

»Schulze gehört wirklich zu den ganz Großen unserer gegenwärtigen Literatur.«


»"Handy", ein literarisches Ereignis: Mit seinen dreizehn neuen Erzählungen zeigt Ingo Schulze souverän, wie sich die größte literarische Raffinesse hinter einem schlichten Erzählton verbergen lässt. ... Von Schönheit ist bei Schulze weniger die Rede, aber um die Wärme des Herzens geht es in allen diesen Erzählungen, es geht um verpasste Gelegenheiten und erlöschende Leidenschaften, um Abschiede und die Unfähigkeit zum Aufbruch, um enttäuschte Hoffnungen und erkaltende Seelen, es geht also, wie schon im Debütband um "den Stellenwert des Glücks" und um all die Schleifen und Fallen, in denen wir uns verfangen, wenn wir ihm auf den Fersen sind. Schulzes literarische Meisterschaft besteht darin, uns den Sinn dafür zu öffnen. Und er tut dies nicht auf eine "alte Manier", wie der Untertitel verkündet, sondern auf seine ganz eigene Art, die die Einfachheit des Erzähltons mit großer literarischer Kunstfertigkeit verknüpft. In seinem neuen Buch hat Schulze neben den Fallen des Alltags auch die älteste, schönste und vertrackteste Falle der Literatur aufgestellt: das ewige Spiel von Realität und Fiktion, von Kunst und Leben. In dieser Falle bewegt sich Ingo Schulze mit einer Leichtigkeit und einer Raffinesse, die ihresgleichen in der deutschen Literatur unserer Zeit lange suchen muss.«


»Ingo Schulze hat hier ein Schreiben zur Vollendung gebracht, das den Leser durch den Schein verführt, unmittelbar das Leben selbst zu sein. ... Es ist die hohe Kunst des Ingo Schulze, das Kunstförmige seines Erzählens zum Verschwinden gebracht zu haben. Die literarische Form hebt sich von dem in ihr Dargestellten überhaupt nicht mehr ab. Sie funktioniert wie ein märchenhaftes Kleidungsstück, das so perfekt maßgeschneidert ist, dass es von dem Körper, den es umhüllt, nicht mehr zu unterscheiden ist.

Das ist natürlich eine Illusion, eine großartige Illusion, die bei Schulzes Erzählungen mit dem ersten Satz da ist. Dieses ist immer ohne Umschweife mitten im Geschehen, stellt sogleich Spannung her und vermeidet jede Form von rhetorischer Gravität. Der Tonfall, den der Erzähler anschlägt, ist dabei so vertraulich, als würde er den Leser seit langem kennen, ein guter Freund, dem gegenüber er nicht weit ausholen muss: Man versteht sich ja. Manchmal hat man regelrecht das Gefühl, man säße mit dem Erzähler, den man seit Sandkasten-Zeiten kennt, an einem Kneipentisch und sagte: „Nun, schieß los! Was ist passiert?“«



»Ingo Schulze zaubert in seinem neuen Buch „Handy“ Fantastisches in die Realität und verführt durch die große Kunst des Humors und der feinen Selbstironie. Vergnügt glaubt man ihm alles und staunt. ... Die allerschönste Geschichte aber heißt ausgerechnet „Keine Literatur und Epiphanie am Sonntagabend“. Auf gerade einmal sechs Seiten und nur mit einem plappernden Kind und einem Stück Orangenschale, über das Ameisen laufen, als Requisiten vermag Ingo Schulze so etwas Schwieriges wie Weltfrömmigkeit zu beglaubigen: „Beide betrachteten wir die Orangenschale und mit ihr das Wunder, dass es die Orangenschale und uns und alle und alles gab, das ganze Wunder eben. Mehr gibt es nicht zu sagen, verlangen Sie keine Erläuterungen.“ Dass solche Sätze kein Kitsch werden, ist das eigentliche Wunder dieser Erzählung. Ingo Schulze versteht sich — große Kunst! — eben auf die dezenten und selbstironischen Tonlagen.«



Die Welt, 24. Februar 2007

»Es gibt heute in der deutschen Literatur nur wenige Schriftsteller, die so souverän über die Techniken und Tricks des Erzählens verfügen wie Ingo Schulze. ... Er ist ein Virtuose, der sich die verschiedensten Stilarten und Schreibweisen anverwandeln kann. Während andere Autoren einen einzigen persönlichen Prosa-Tonfall päppeln und kultivieren, hüpft er mit jedem Buch munter von einer Erzählform zur nächsten. Die Bandbreite seines Talents ist erstaunlich: Für sein erstes Buch, "33 Augenblicke des Glücks", orientierte er sich an Meistern der russischen Moderne, für das zweite, "Simple Storys", an amerikanischen Vorbilder wie Sherwood Anderson oder dem Lakoniker Raymond Carver, und in seinem furiosen Briefroman "Neue Leben" knüpfte er klug an einige der ehrwürdigsten Traditionen der deutschen Literaturgeschichte an. (…) Er ist, das zeigt sich auch hier, einer der jungen Meister unserer Gegenwartsliteratur.«



Der Tagesspiegel, 20. Februar 2007

»Das ist Schulzes Trick: Er verbirgt sich hinter unscheinbaren Erzählern, die ihm keinerlei stilistische Kapriolen abnötigen. Seine Prosa besticht durch ihre Bescheidenheit. ... Schulze kann in einer Szene ein ganzes Leben aufleuchten lassen. Darin beweist er sich als großer Erzähler kleiner Geschichten, der mit den Meistern des Genres, John Cheever und Raymond Carver, mithalten kann. Beiläufig stellt er die großen Fragen nach Zufall und Schicksal und untersucht, wie sich aus kleinen Begebenheiten ein Leben zusammensetzt. So gelassen seine Ich-Erzähler agieren, so sind sie doch meist nur unbeteiligte Zeugen. Oder sie leben eine Leben, für das sie sich niemlas entschieden haben.«